Angefangen hat Manfred Lehmanns Karriere als Synchronsprecher nicht erst als deutsche Stimme von Bruce Willis in dem Hollywoodblockbuster Stirb Langsam, sondern bereits 1973 als Sprecher von Bo Jopkins in dem Film „American Graffiti“. Den ersten Einsatz als Schauspieler hatte Lehmann aber sogar schon 1951 mit einer Nebenrolle in der Komödie „Modell Bianka“. Der am 29. Januar 1945 in Berlin geborene Jungschauspieler war demnach gerade mal 6 Jahre alt, als er zum ersten Mal auf Deutschlands großen Kinoleinwänden zu sehen war.
Ende der 60er Jahre folgte dann Lehmanns Bühnenpremiere im Forum-Theater Berlin. Weitere Engagements an verschiedenen Theatern machten den künftigen Synchronsprecher auch für TV Produktionen interessant. Lehmann spielte u. a. mehrfach im „Tatort“ oder bei „Ein Fall für zwei“ mit. Aber sein Schauspieltalent war auch in internationalen Produktionen gefragt. 1984 spielte der Berliner beispielsweise an der Seite von Klaus Kinski in „Geheimcode: Wildgänse“.
Manfred Lehmanns Durchbruch als Synchronsprecher gelang Ihm allerdings schon drei Jahre zuvor, als er 1981 zum ersten Mal als deutsche Stimme für Kurt Russell im Film „Die Klapperschlange“ gebucht wurde. Anschließend folgte das, was für viele Synchronsprecher oft nur ein langersehnter Traum bleibt. Lehmann lieh 1988 erstmals Bruce Willis in der Rolle als New Yorker Polizist John McClane in Stirb Langsam seine deutsche Stimme und wurde von heute auf Morgen zu einem wahren Synchronsprecher-Star. Der berühmte Spruch „Yippie ya yay, Schweinebacke!“ ist wohl eines der am häufigsten verwendeten Filmzitate und Markenzeichen Manfred Lehmanns geworden. Bis heute verkörpert er mit seiner markanten Synchronstimme Hollywoodgrößen wie Bruce Willis, Dolph Lundgren, Kurt Russell oder Gérald Depardieu (z.B. Obelix in „Asterix & Obelix“).
Dass das Schauspieltalent in der Familie liegt, zeigt die mindestens genauso erfolgreiche Tochter Dascha Lehmann. Als deutsche Stimme von Keira Knightley und Katie Holmes gehört sie ebenfalls zu den ganz Großen im Synchrongeschäft. Und auch Schwiegersohn Dennis Schmidt-Foß machte sich als Synchronstimme von Ryan Reynolds (u. a. Deadpool, Free Guy) oder Chris Evans (u. a. Captain America, The Avengers) bereits vor Jahren einen Namen.