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Voice Over | Voice-Over | Voiceover | Overvoice - Viele Begriffe, eine Bedeutung?

Was ist ein Voice Over in Deutschland?

Der Begriff Voice Over (im deutschsprachigen Raum auch häufig „Overvoice“ genannt) bedeutet wörtlich übersetzt „Stimme über“. Man legt also, anders als bei einer Synchronisation, eine Tonspur über eine Andere, anstatt die Tonspur zu ersetzen. Der Originalton bleibt also somit erhalten und ist ebenfalls zu hören. Du kennst diese Technik sicherlich schon, sie wird z.B. häufig bei fremdsprachigen Interviews (Originaltönen) eingesetzt. Die interviewte Person bekommt in dem Fall also keine „neue“ Stimme durch einen Synchronsprecher oder eine Synchronsprecherin, sondern wird durch das deutsche Voice Over sozusagen in der Kommunikation unterstützt. Die Zuschauer oder Zuhörer bekommen so den Eindruck, die sprechende Person tatsächlich zu verstehen, auch wenn sie deren Sprache eigentlich gar nicht sprechen.

Ein deutsches Voice Over wird aber noch zu weiteren Zwecken eingesetzt. So sind zum Beispiel die Kommentator-Stimmen in Dokumentationen oder die Erzähler-Stimmen in Spielfilmen oder Serien ebenfalls als Voice Over zu bezeichnen. Auch wenn die Gedanken einer Figur ertönen, wird dies mittels Voice Over gelöst.

Du siehst also, ein Voice Over ist vielseitig einsetzbar. Vom Übersetzen eines Interviews über Erzähler- oder Kommentator-Stimmen bis hin zur Darstellung von Monologen, Gedanken und Gefühlen gibt es einige Möglichkeiten, ein deutsches Voice Over geschickt und gezielt einzusetzen. Übrigens, nicht irritieren lassen, solltest Du Dich von der unterschiedlichen Schreibweise: Ob „Voice Over“, „Voice-Over“ oder „Voiceover“ – gemeint ist jeweils das Gleiche.

So unterscheidet sich der englische Voice Over Begriff von der deutschen Definition

Zunächst gilt es zu betonen, dass der Begriff „Voice-Over“ vor allem im Englischen als Überbegriff für die Arbeit eines professionellen Off-Sprechers genutzt wird. Das bedeutet, auch für das Sprechen eines Werbespots oder einer Reportage ohne Sprachbarriere wird ein „Voice Over Artist“ gebucht. Bei uns in Deutschland würde man diese Tonspur aber gar nicht als klassischen Voice Over bezeichnen, da sie nicht über eine andere Tonspur (wie beispielsweise bei einem fremdsprachigen Interview) gelegt wird, sondern alleinstehend ist. Um diese beiden Arbeitsweisen besser zu unterscheiden, hat sich in Deutschland deshalb zusätzlich der Begriff „Overvoice“ verbreitet.

Weiterhin gibt es einen länderspezifischen Unterschied in der Herangehensweise und der Umsetzung eines Voice Overs. Im englischen Raum ist es beispielsweise üblich, den Voice Over Sprecher so zu wählen, dass der Eindruck entsteht, die originale Rolle würde das gesprochene selbst übersetzen und sprechen. Konkret heißt das: wenn zum Beispiel ein französisches Interview übersetzt und mit einem Voice Over versehen werden soll, wird ein französischer Sprecher engagiert, der gut englisch spricht. Der französische Akzent soll dabei aber hörbar sein und mit in das Voice Over einfließen, um dem Ganzen mehr Authentizität zu verleihen.

In Deutschland ist diese Form der Umsetzung jedoch nicht üblich. Man legt hier Wert darauf, das Original herauszustellen. Dementsprechend wird der Sprecher oder die Sprecherin so gewählt, dass die Stimme zwar zum Protagonisten passt, sie jedoch dabei sehr neutral klingt. Es wird also darauf geachtet, dass Geschlecht und Alter von Sprecher oder Sprecherin des Voice Overs mit der zu vertonenden Person übereinstimmen, jedoch soll die gewählte Stimme möglichst „unaufgeregt“ sein und dem Zuschauer oder Zuhörer ein einfaches Verstehen der Inhalte ermöglichen.

Deutsche Voice Over Sprecher richtig einsetzen

Bei der Wahl der Stimme für ein professionelles Voice Over sind einige Faktoren ausschlaggebend. Handelt es sich um Audio- oder Videomaterial? Soll einer Person eine Stimme gegeben werden, wie beispielsweise in fremdsprachigen Interviews? Oder geht es um eine Dokumentation, für die ein kommentierendes und erklärendes Voice Over erstellt werden soll?

Wenn Du Dir über die Rahmenbedingungen Deines Vorhabens klar geworden bist, geht es an die Wahl eines passenden Sprechers oder einer passenden Sprecherin. Möchtest Du einen Dokumentarfilm mit einem Voice Over versehen, solltest Du die Stimme dem Thema entsprechend wählen. Für einen ernsten Inhalt bietet sich demnach eine seriöse und eindrucksvoll klingende Stimme an. Beispiele hierfür sind unter anderem die gerne gebuchten Voice Over Sprecher Rolf Berg, Petra Konradi, Stefan Naas oder Thomas Friebe.

Handelt es sich um ein Voice Over für fremdsprachige Originaltöne (O-Ton) ist es vor allem wichtig, die gewählte Stimme sowohl in den Faktoren Alter und Geschlecht als auch in der Stimmfarbe an die interviewte Person anzupassen. Hat der Zuschauer beispielsweise einen großen, breit gebauten Mann mittleren Alters vor sich, ist es angebracht, eine Stimmfarbe zu wählen, die diesem Eindruck entspricht. Hier würde sich also eine tiefe und warme Stimme anbieten.

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erstellt von Nina Mahr (Stand: 17.11.2022)